• Rennsportgeschichte vom Vorkriegs-Sportwagen bis zum modernen Prototypen
  • Stelldichein seltener Fahrzeuge und prominenter Piloten am Nürburgring
  • Extrem vielfältiges Programm auf und neben der Strecke beim Klassik-Event am zweiten Augustwochenende

Vom 7. bis 9. August wird der Nürburgring zum Treffpunkt der faszinierendsten Rennwagen und Motorräder aus fast einem Jahrhundert Motorsportgeschichte. Der 53. BELMOT Oldtimer-Grand-Prix spannt den Bogen von Vorkriegs-Sportwagen und Grand-Prix-Wagen der Frontmotorära über legendäre GT, Gruppe-5-Boliden und hochdrehende Supertourenwagen bis zu Formelautos, modernen Prototypen und reinrassigen Ferrari-Rennwagen. Uwe Alzen, Bruno Spengler und Christian Klien sind nur einige der prominenten Piloten, die dabei sind. Auf der Strecke sind Sportwagen-Ikonen wie Maserati 450S und Porsche 550 A Spyder, Grand-Prix-Klassiker aus den Kindertagen der Formel 1 sowie Tourenwagen aus DTM, STW und DRM zu erleben. Ergänzt wird das sportliche Programm durch Demonstrationsläufe, historische Motorräder, den OGP Track Day auf der Nordschleife und vielfältige Angebote in den Fahrerlagern. Tickets und weitere Informationen gibt es unter oldtimergrandprix.com.

Sportwagen-Schätze aus zwei Epochen

Zu den Höhepunkten des Wochenendes gehört das Abendrennen der Sportwagenklassiker am Samstag. Hubertus Graf Dönhoff, OGP-Gründer und Gastgeber des Einladungslaufs, hat erneut ein hochkarätiges Feld zusammengestellt. Besondere Leckerbissen: ein seltener Porsche 550 A Spyder und ein Maserati 450S. Der mächtige V8-Sportwagen aus Modena trifft auf weitere Vertreter der Marke wie 300S und A6GCS. Hinzu kommen Porsche 904, Aston Martin DB4 GT, zwei Lister-Jaguar – darunter einer mit Costin-Karosserie – sowie Bizzarrini und Iso Grifo. Aus einer dänischen Sammlung ist ein historisch so eingesetzter Lotus mit Ferrari-Zwölfzylindermotor zu sehen. Mehrere Lotus XI treffen zudem auf ihren damaligen schärfsten Rivalen, den Lola Mk I.

Noch weiter zurück reicht die Vintage Sports Car Trophy. Kompressor-Mercedes, Bugatti Type 51, Alfa Romeo 8C und Bentley Blower repräsentieren die Rennsportwelt der Vorkriegszeit. Mit dabei ist auch Ulrich Sauer mit seinem BMW 328. Er war seit der ersten Auflage bei jedem OGP am Start. Die Bugatti im Feld schlagen zugleich eine Brücke zur großen Markenausstellung im Historischen Fahrerlager am Sonntag.

Von der Frontmotor-F1 bis zur Formel 5000

Ein außergewöhnlich starkes Feld bringt die britische HGPCA an den Nürburgring: Über 50 Grand-Prix-Wagen zeichnen den technischen Wandel vom Front- zum Heckmotor nach. Allein neun Maserati sind angekündigt, darunter mehrere 250F – jenes Modell, mit dem Juan Manuel Fangio, Jean Behra und Stirling Moss in den 1950er-Jahren am Nürburgring Geschichte schrieben. Hinzu kommen zahlreiche weitere Fahrzeuge vor allem aus den frühen Jahren der Formel 1. Den Bogen in jüngere Formel-Epochen schlägt die Formula Heritage, die Monoposti aus Formel 3, Formel 2, Formel 1, Formel 3000 und Formel 5000 zeigt. Zu den markantesten Nennungen gehören ein Alfa-Romeo-Formel-1-Wagen mit Mario-Andretti-Historie sowie ein Theodore von Johnny Cecotto. Bei einem Fan-Voting über die OGP-Homepage können bereits jetzt die Publikumslieblinge der fünf Fahrzeugklassen gewählt werden.

Tourenwagen-Helden und Turbo-Monster

Breiten Raum nehmen beim OGP die großen Tourenwagen-Epochen ein. Das DRM-Revival erinnert mit nach wie vor faszinierenden Rennwagen an die spektakuläre Gruppe-5-Zeit: Ford Turbo Capri, BMW 2002 und Porsche 935 treten wie damals gemeinsam mit den „kleinen“ Ford Escort, BMW 320, Opel Manta & Co. an. Bei den Rennen der Tourenwagen Golden Ära lassen erneut prominente Fahrer die großen Zeiten der DTM und verwandter Serien auferstehen. Unter anderem sind Roland und Sebastian Asch im Ford Sierra RS500, Kris Nissen im BMW E30 sowie Leopold Prinz von Bayern und Marc Hessel mit dabei. Auch Altfrid Heger und Harald Grohs gehören zum prominenten Aufgebot.

Hochdrehende Zweiliter-Rennwagen unter anderem von Opel, BMW und Audi prägen das Super Touring Revival. Besondere Aufmerksamkeit dürfte hier Uwe Alzen gelten, der seinen originalen Opel Vectra STW von 1998 pilotiert. Beim Class One Revival sind schwerpunktmäßig DTM-Boliden der jüngeren Vergangenheit in einem Fahrevent zu erleben – darunter der BMW E92 GT2 von Schnitzer Motorsport mit Alzen am Steuer und das DTM-Meisterfahrzeug von Bruno Spengler aus der Saison 2012, das Dirk Adorf bewegt. Eine perfekte Ergänzung zum Tourenwagenprogramm bildet der Golden Ära Classic-Cup mit historischen Porsche-Cupfahrzeugen vom 944 Turbo bis zu mehreren Generationen des 911.

Vom klassischen GT bis zum modernen Sportwagen-Prototypen

Weitere Facetten des historischen Tourenwagen-, Sportwagen- und GT-Sports zeigen die beiden Serien, in denen es um Punkte für die Deutsche Historische Automobilmeisterschaft geht. In der HC ’65 (Historic Championship ’65) kämpfen die Teilnehmer in zwei 30-minütigen Sprintrennen um Sieg und Punkte. Zu den Highlights gehören ein äußerst seltener Ferrari 330 GTO und eine Replik des Aston Martin DP214. Die HC ’81 führt die Entwicklung bis 1981 fort: Im 90-minütigen Rennen mit Pflichtboxenstopp am Samstag treffen unter anderem Ford GT40, De Tomaso Mangusta, Chevron B6 und Porsche 907 Kurzheck aufeinander.

Die lange Tradition reinrassiger Ferrari-Rennen beim OGP wird in diesem Jahr vom Trophy Race for Ferrari Cars fortgesetzt. Das Feld schlägt den Bogen von älteren Challenge- und GT3-Modellen bis zum modernen Ferrari 296 Challenge. Noch weiter in die Gegenwart führt die Interwetten Sports Car Challenge: Schnelle Prototypen und GT sorgen für moderne Sportwagen-Action – mit dem ehemaligen Formel-1-Piloten Christian Klien als prominentem Teilnehmer.

Rennsport zum Anfassen

Auf zwei Rädern reicht die Zeitreise beim BELMOT Oldtimer-Grand-Prix von den späten 1920er- bis in die frühen 1980er-Jahre: Die historischen Rennmotorräder der Fahrervereinigung „GrabTheFlag!“ sind im Historischen Fahrerlager aus nächster Nähe sowie bei ihren Demonstrationsläufen auf der Grand-Prix-Strecke und auf der Nordschleife zu erleben. Bereits am Freitag führt außerdem der OGP-Trackday auf die Nordschleife. Er gibt Besitzern moderner und historischer Fahrzeuge die Möglichkeit, die legendäre Rennpiste selbst zu erobern.

Auch abseits der Rennen gibt es viel zu entdecken. Partner wie BELMOT, Motor Klassik und Junghans gestalten mit Ausstellungen, Talkrunden und verschiedenen Angeboten ein vielseitiges Programm. Im Grand-Prix-Fahrerlager treffen Besucher zudem auf Teams, Markenclubs, Händler und die Teilnehmer der meisten Rennserien. Hier finden auch die beliebten Autogrammstunden mit prominenten Piloten statt. Classicbid präsentiert im ring°boulevard Fahrzeuge, die vor Ort zum Verkauf stehen. Höhepunkt ist die Auktion am Samstagmittag. Das Historische Fahrerlager mit Vorkriegsfahrzeugen, Motorrädern, und Fahrzeug-Ausstellungen sowie die AMG-Arena mit dem Top-Markenclub-Treffen setzen weitere thematische Schwerpunkte.

Der BELMOT Oldtimer-Grand-Prix verbindet auch bei seiner 53. Auflage hochkarätigen historischen Motorsport mit unmittelbarer Nähe zu Fahrzeugen, Teams und Fahrern. Damit ist das Wochenende nicht nur ein Treffpunkt für Kenner, sondern auch ein ideales Ziel für einen Familienausflug: Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre haben in Begleitung eines erwachsenen Ticketinhabers freien Eintritt. Der Zutritt zum Fahrerlager ist im Ticketpreis enthalten.